Es ist bekannt, dass schon, bevor die Firma Zimmer 1883 gegründet wurde, die Familie im Maurergeschäft tätig war. Schon aus den Jahren um 1800 sind Quellen vorhanden, die besagen, dass ein gewisser Valentin Zimmer bereits als Maurer tätig war.
Heinrich Zimmer, Sohn des vorher erwähnten Valentin Zimmer, übte den Maurerberuf weiterhin aus, auch so seine Söhne Daniel, Johannes und Heinrich sowie sein Schwiegersohn Philipp Dick. Im Jahre 1883 machte sich der 24- jährige Daniel Zimmer auf dem „Höfchen“ in Steinwenden selbstständig.
Anfangs nennt sich der Betrieb noch „Gebrüder Zimmer“, wie man aus einem Kassenbucheintrag eines Steinwendeners Geschäfts entnehmen kann. Das lässt darauf schließen, dass seine Brüder Heinrich und Johannes anfangs noch beteiligt  waren. Aber schon bald ließ sich Heinrich in St. Ingbert nieder während Johannes noch in den 1880er Jahren in die USA auswanderte, wo er ebenfalls ein Baugeschäft gegründet haben soll.
Aus zwei Rechnung aus dem Gemeindehaus Steinwenden geht hervor, dass Daniel Zimmer im Gründungsjahr 1883 im Auftrag der Gemeinde eine Reparatur an den beiden Schulhäusern in Steinwenden durchgeführt hat. Außerdem soll er in diesem Jahr einen Brückenneubau an der „Schwarz´schen Mühle“ vorgenommen haben.

Der am 8. Dezember 1890 geborene Ludwig ist dazu ausersehen, eines Tages den Betrieb zu übernehmen. Jedoch ist es ihm nur zwei Jahre vergönnt, im elterlichen Betrieb mitzuarbeiten, denn als 1914 der Erste Weltkrieg ausbricht, wird er für vier Jahre nach Frankreich an die Front geschickt. Nach dem Krieg übernimmt Ludwig Zimmer dann den Familienbetrieb und verlegt den Sitz vom „Höfchen“ an den Steinwendener Bahnhof. Als erster in der Umgebung erhält Ludwig Zimmer die Lizenz für die Ausübung von Stahlbetonarbeiten. Schon damals wurden Häuser schlüsselfertig gebaut, d.h. die Firma führte damals zeitweise auch Zimmerer-, Schreiner-, Steinhauer-, und Verputzarbeiten durch. Die Belegschaft stieg immer rasanter an, denn waren um die Jahrhundertwende noch zwischen 5 und 10 Mann bei Zimmer beschäftigt, so waren es nach dem zweiten Weltkrieg schon zwischen 60 und 70. Diese wurden für den Wiederaufbau in Lothringen eingesetzt. Die höchste Belegschaftszahl erreichte der Betrieb in den fünfziger Jahren, wo teilweise 130 Männer Arbeit fanden, denn die Errichtung von Wohnblocks auf dem Ramsteiner Flugplatz war ein Garant für Arbeit.

Der Firmengründer, Daniel Zimmer, verstirbt 1927, im gleichen Jahr als Ludwig Zimmers gleichnamiger Sohn (Ludwig Zimmer jun.) geboren wird.
Dieser hilft seinem Vater insbesondere nach dem zweiten Weltkrieg in der Geschäftsführung, denn gerade die Nachkriegszeit stellte die Firma Zimmer vor eine Fülle neuer Aufgaben: eine große Zahl von Wohnhäusern galt es in der Westpfalz zu bauen, hinzu kamen Klär- und Wasserversorgungsanlagen, Brücken, Banken, Schulen sowie auch Kirchen.
Und vor allem für die Pfalzwerke AG wurden nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges ständig Arbeiten ausgeführt.

Seit sechs Generationen ist die Firma Zimmer in Steinwenden ansässig, seit fünf Generationen üben Mitglieder dieser Familie den Maurerberuf aus, und 1983 trat im Jubiläumsjahr mit Hans Zimmer die vierte Generation in die Firma ein. Nach dessen Tod 1988 wiederum, entstand 1991 aus dem Einzelunternehmen die Firma Zimmer Hochbau-Tiefbau GmbH.
Gerhard Bell, ein langjähriger und treuer Mitarbeiter der Firma Zimmer, übernahm die Geschäftsführung. In den 90er Jahren litt jedoch auch die Firma Zimmer unter der Rezession in der deutschen Baubranche. War das Unternehmen jahrzehntelang Vertragspartner der Pfalzwerke AG, so musste man sich nun nach einem anderen Tätigkeitsfeld umsehen. Mit einer neuen geschäftlichen Spartenstruktur, die die Kompetenzen im schlüsselfertigen Wohnungsbau konzentrierte, antwortete die GmbH auf die veränderte Marktgegebenheit.
Planungs- und Ingenieurleistungen, eingebettet in die Abteilung schlüsselfertiges Bauen, sowie zuverlässige Nachunternehmer, gewährleisten seither optimalen Service und Kundenfreundlichkeit. Aber auch im Tiefbau und Gewerbebau ist das Unternehmen eine feste Größe.

Derzeit sind 110 Personen bei dem Steinwendener Unternehmen beschäftigt.

Seit 2008 ist Michael Knijnenburg als zusätzlicher Geschäftsführer bestellt, der zusammen mit Gerhard Bell und einem starken Team das Unternehmen in die Zukunft trägt.
Nicht immer waren es rosige Zeiten, gerade nach und während den Kriegszeiten galt es manches Tief zu überwinden. Doch trotzdem ist vor mehr als 127 Jahren aus kleinsten Anfängen ein Unternehmen entstanden, das heute zu den ältesten Baufirmen im Landkreis Kaiserslautern, und zu einem der bedeutendsten Arbeitgebern in der Verbandsgemeinde Ramstein-Miesenbach zählt.